In letzter Zeit fällt mir etwas auf. Es mehren sich die Anrufe von männlichen Klienten, die… irgendwie feststecken. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Häufig sind nämlich Gelenksprobleme der Auslöser, der sie zum Telefon greifen lässt. Im Gespräch zeigt sich dann überraschend oft, dass eine „innere Sperre“ mit der äußeren Gelenksblockade einher geht. Sie bemerken, dass sie den Zugang zu ihrer männlichen Kraft verloren haben – und diese unbewusst so schmerzlich vermissen, dass ihr Körper ebenso steif wurde wie ihre innere Haltung.
Es kommt aktuell so häufig vor: Männer, die sich klein machen. Männer, die in der Passivität verharren, obwohl ihr Herz nach Abenteuer, nach Taten und nach ihrer wahren Bestimmung schreit. Männer, die zögern, den entscheidenden Schritt auf eine Frau zuzugehen oder eine lebensverändernde Entscheidung zu treffen, weil der „Berg“ vor ihnen zu hoch scheint. Männer, die sich deshalb unglücklich, unzufrieden und „zu schwach“ fühlen.
Liebe Männer, was ist da los?
Die Welt braucht eure Schaffenskraft. Die Frauen brauchen eure Klarheit. Und vor allem: Ihr selbst braucht euren Mut, um euch lebendig zu fühlen! Wenn ein Mann seine männliche Urkraft unterdrückt – diese wunderbare, schützende und vorangehende Energie –, dann schadet er sich selbst. Es macht krank, es macht müde und es lässt das Feuer in den Augen erlöschen.
Sich ein Herz zu fassen bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Falls man mal scheitert, tut das weh, keine Frage. Aber wisst ihr, was mehr wehtut? Das schleichende Gift des „Was wäre wenn?“. Ein Mann, der es versucht und hinfällt, steht immer noch in der Arena. Ein Mann, der aus Angst vor dem Scheitern in der Deckung bleibt, verpasst aber sein eigenes Leben.
Und seien wir mal ehrlich: Ist es nicht am wichtigsten, dass man es versucht hat? Erstens kann man nur so gewinnen. Und zweitens bereuen die Leute am Sterbebett immer nur die Dinge, die ungetan, ungesagt, ungemacht blieben – weil sie aus irgendwelchen Gründen nicht ins Tun gekommen sind. Weil sie die Frau nicht angerufen haben, für die ihr Herz heimlich brannte, weil sie sich nicht für den tollen Job beworben haben, weil sie sich nicht zeigten aus Angst, verletzt zu werden… Es gibt viele Gründe, um passiv und in Deckung zu bleiben. Aber: Es macht nicht glücklich. Es bringt euer Herz und eure Seele nicht zum Strahlen. Also, liebe Männer: Seid mutig. Wagt es. Lasst den Mut lauter sein als die Angst.
Und hört bitte auf zu warten, bis alle Umstände 'perfekt' sind. Sie werden es nie sein. Der perfekte Moment ist genau JETZT. Ob es also ein beruflicher Neuanfang ist, ein lang gehegter Traum oder die eine Nachricht an eine besondere Person, die du schon so lange vor dir herschiebst: Geh los!
Richte deinen Fokus auf deine männliche (Tat-)Kraft. Atme sie, fühle sie – und lebe sie! Diese Welt braucht Männer, die sich nicht entschuldigen, dass sie existieren. Sondern die Welt wartet auf Männer, die ihre Wahrheit leben und für das einstehen, was sie lieben.
Trau dich, die Weichen neu zu stellen. Dein Strahlen, deine Tatkraft und dein Mut sind die Geschenke, die du dir selbst und der Welt schuldest.
In diesem Sinne: Werdet wieder zu den Löwen, die ihr im Herzen seid!
